Brescia, eine Stadt mit Geschichte

Brescia, eine Stadt mit Geschichte

Südlich der Poebene und von den nördlichen Voralpen begrenzt, liegt die Stadt Brescia, die eine reichhaltige Geschichte zu verzeichnen hat. 27 v.Ch. wurde Brescia eine römische Kolonie und im Jahre 1000 zur freien Kommune erhoben. Dem Autor möge es nachgesehen werden, dass er einen gewaltigen Zeitsprung wagt und sich in die 1930er Jahre begibt, wo der alte Stadtkern abgerissen wurde. Es wird immer wieder bedauert, dass durch die damalige Stadtpolitik das mittelalterliche Viertel der städtischen Umstrukturierung zum Opfer fiel. Nach dem Zweiten Weltkrieg, der zerstörerisch wirkte, wurden viele Gebäude abgerissen, die das historische Stadtbild nachteilig veränderten. In den 1970er Jahren setzte sich die Erkenntnis durch, das aktuelle Stadtbild durch den zweiten Stadtplan aufzuwerten.

Die Sehenswürdigkeiten

Die Burg
Mit 75.000 Quadratmetern ist das "Castello", das über der Stadt thront, einer der größten Festungen von Italien. Mit ihrer sehr gut erhaltenen Baustruktur wird noch heute dokumentiert, dass die Entwicklung der damaligen Militärtechnik einen derartig hohen Standard hatte, so dass die Festung undurchdringbar wurde.
Das innerhalb der Festung befindliche Waffenmuseum im "Mastio" der Visconti, beherbergt wertvolle Sammlungen von Rüstungen und Waffen aus dem Mittelalter und ist heute einer der bedeutendsten Museen seiner Art in Europa.
Im "Grande Miglio" befindet sich das "Museo del Risorgimento", das excellente Bilder, alte Drucke und historisch wertvolle Dokumente beherbergt.

Das Capitolium
Dieser Tempel 73 n. Chr. mit zwei Flügeln an den Seiten des Laubenganges errichtet, erstreckten sich bis zum Forum.
Die Tore mit den Architraven am Eingang zu den "Cellae" bestechen durch ihre Einmaligkeit und der Fußboden aus Marmor ist noch sehr gut erhalten.

Verschiedene Spuren von Gräbern, Häusern und sonstigen Bauten stammen aus der Zeit der Langobarden und der Besucher findet diese in der großen Ausgrabungsstätte, die von der UNESCO im Jahre 2011 in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen wurde.

Piazza della Loggia
Obwohl dieser Platz nicht der älteste in Brescia ist, so hat er trotz des monumentalen Komplexes eine besonders harmonische Ausstrahlung. Im Jahre 1433 auf Anordnung des damaligen Bürgermeisters Marco Foscari erbaut, erinnert er an die damalige Pracht der Republik Venedig und an den Reichtum der Stadt Brescia. In diesem Zusammenhang sind das Denkmal "Bella Italia" von Giovanni Battista Lombardi (1864) und die hohe Säule "San Marco" besonders zu erwähnen. Wenn sich der Besucher zur Ostseite des Platzes begibt, so findet er dort einen Säulenstumpf, der von dem Künstler Carlo Scarpa entworfen wurde. Diese Gedenkstätte erinnert in tragischer Weise an die Opfer des terroristischen Attentats vom 28. Mai 1974.

San Salvatore
Die Klosterkirche ist ein wichtiges architektonisches Zeugnis des Hochmittelalters, das in der zweiten Hälfte des VII Jh. n. Chr. entstand. Die Saalkirche hat ein dreiapsidales Querschiff und wurde unter König Desiderius in eine 3-schiffige Säulenbasilika umgebaut.

Ein Besuch der Stadt Brescia ist besonders lohnenswert.

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